Produktbeschreibung
Hannah Arendt und Ruth C. Cohn sind sich nie begegnet. Dabei hätte es so leicht geschehen können. Es ist, als hätten sie sich stets gerade so verpasst, als wären sie unbemerkt aneinander vorbeigelaufen – in den Gassen Heidelbergs, in den Straßen Berlins, in den Cafés von Lissabon, wo Emigrant:innen 1941 verzweifelt auf ihre Visa warteten. Oder dann in New York, wo die beiden Frauen nur wenige Straßen voneinander entfernt wohnten und arbeiteten. Dieser Roman schafft eine fiktive Begegnung und setzt die Lebensgeschichten und Gedanken der großen Philosophin und der bedeutenden Therapeutin unterhaltsam zueinander in Beziehung. Die Figur der angehenden Pfarrerin Friderieke holt das geistige Erbe der beiden Frauen in unsere Zeit hinein. »Versuchen, einfach nur ein Mensch zu sein?« Das ist Frideriekes Lebensthema und die gemeinsame Herausforderung für unsere Gegenwart.