Produktbeschreibung
„Die Leiden des jungen Werther“ von Goethe und die Wertheriade „Das Tagebuch einer männlichen Braut“ von Walter Homann fließen in diesem Buch erzähltechnisch und thematisch zusammen und werden zu einer neuen, spannenden Transgeschichte, die es so noch nie gab. Werther ist auch hier anders, als der, den wir bereits von Goethe kennen; es kommt die Geschichte einer Transfrau, die sich selbst zunächst „nur“ für schwul hält, erschwerend als Lebensproblematik hinzu. Der zunächst scheinbar „nur“ schwule Werther schildert seine Schwierigkeiten im Deutschen Kaiserreich, als „Abartigkeiten“; wie Schwulsein noch strafbar und im höchsten Maße gefährlich war, es sei denn „Verkleidungen“ von Männern, die Frauen „imitieren“; fanden nur im Varieté statt. Trotz aller Freiräume, die sich Werther dort verschafft und trotz aller mehr oder weniger gelungenen Liaisons mit oft älteren Schwulen, die selbst nur versteckt leben können, scheitert Werther an seinen Versuchen, als Frau den Mann seiner Träume zu finden, mit dem er endlich Frau und glücklich sein kann. Als er zur Waffe greift, um seinem qualvollen Schicksal ein Ende zu machen, überlebt er unerwartet und fällt in ein jahrelanges Koma. Eine neue, medizinische Technologie ermöglicht es Werther später, eingefroren zu werden, bis dass die Medizin ihn heilen kann. Im Jahr 2035 wacht er endlich wieder auf und findet sich in einer neuen, freizügigern Welt wieder, die es ihm sogar ermöglicht, zu heiraten und endlich glücklich zu werden. Queere Menschen haben inzwischen, fast alle, ihnen gebührende Bürgerrechte.
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Marke |
Tredition |
EAN |
9783384518118 |
ISBN |
978-3-384-51811-8 |